Unsere Geschichte

Alexander: Gitarre

Es begab sich vor gar nicht allzu langer Zeit, dass ein junger Mann namens Alexander Enneking eines Tages im fahrenden Wagen saß und dabei – mehr durch Fügung des Schicksals als durch eigenes Zutun – auf die Klänge der gar mächtigen Band ACDC stieß. Von dieser Stunde an war seine Welt nicht mehr dieselbe. 
Wo er zuvor vielleicht noch friedlich über Blumenfelder hätte frohlocken mögen, da begann er nun, zunächst gar fürchterliche und später zunehmend kühnere und kühlere Klänge aus einer E-Gitarre hervorzulocken. 
„Gewiss nur eine Phase“, mochten die Leute murmeln. Doch weit gefehlt! Denn damit war die Geschichte noch lange nicht zu Ende. In seinem Herzen erwachte der große Traum einer eigenen Band. 
Allein jedoch – das wusste selbst der kühnste Gitarrist – war solch ein Unterfangen kaum zu vollbringen. Also zog der junge Alexander aus, auf der Suche nach drei weiteren Mäusen, die seine Begeisterung für Lärm, Riff und Ruhm zu teilen vermochten. 

Florentine: Keys/Vocals

Und so begab es sich an einem gar sonnigen Festivaltage, dass Alexander auf eine junge Frau namens Florentine Gallinat traf. Noch wusste sie nichts von seinen großen Plänen, doch trug auch sie heimlich ähnliche Wünsche in ihrem Herzen. 

Denn erst vor nicht allzu langer Zeit war auch in ihr das Feuer der Rockmusik entfacht worden – durch die ehrwürdigen Klänge der Band Pink Floyd, welche bei ihr so manchen Stein ins Rollen brachten (man munkelt, gar ganze Rolling Stones). 

Nun war Florentine keineswegs unkundig in der Kunst der Musik. O nein! Schon seit ihrem fünften Lebensjahre war sie der Tasten mächtig und hatte viele Stunden über dem Klaviere zugebracht. 

Auf einem wilden Festival trägt man selten ein Klavier unter dem Arm und so nahm das Schicksal einen anderen Weg. 

Im Zelte der Karaoke, wo fröhliche Kehlen und weniger fröhliche Töne sich munter mischten, erhob Florentine zum Spaß ihre Stimme zu dem Lied „My Heart Will Go On“. 

Doch während andere nur lachten und mitsangen, geschah etwas Sonderbares: Alexander geriet in ihren Bann. 

Und noch ehe das letzte „Near, far, wherever you are“ verklungen war, fasste er einen Entschluss von größter Tragweite: 

Sie sollte die Sängerin dieser Band werden. 


Simon: Drums

Das dritte – doch nicht letzte – Glied der aufstrebenden Truppe fand sich schließlich in Simon Schwerdtfeger. 

Einst geschah es, dass er bei einem fröhlichen Jammen zum bloßen Zeitvertreib mitwirkte. Zu jener Stunde stand er jedoch noch im Dienste einer anderen Band, und so sah er sich bald vor eine gewichtige Entscheidung gestellt. Glücklicherweise fiel diese zu Gunsten von Gerbil aus. 

Doch Simons Geschichte mit der Musik begann schon viele Jahre zuvor. Bereits im zarten Alter von elf Jahren drosch er mit großer Begeisterung auf ein Schlagzeug ein, dass Wände, Böden und vermutlich auch die Nachbarschaft davon Kunde erhielten. 

Seine Eltern und Freunde und schließlich Gerbil erkannten bald die Flamme, die in ihm brannte, und diese sollte fortan nicht mehr erlöschen. 

Stets voller Energy und High Voltage Power schmiedet Simon nun für Gerbil den Beat, auf dem alles andere ruht. 

Sarah: Bass/Vocals

Es fehlte den Dreien ein Klang von größter Bedeutung: der tiefe, grollende Ton des Basses. So trieb Gerbil eine Weile ohne dieses essenzielle Fundament ihr musikalisches Unwesen im Proberaum fort. 

Schließlich jedoch, erfüllt von Tatendrang und einer gewaltigen Energie, die dringend auf eine Bühne musste, beschlossen die drei wackeren Mitglieder, ihr Debüt dennoch zu wagen – und zwar beim ehrwürdigen Mukkefukk-Newcomer-Wettbewerb der Stadt Essen. 

Und siehe da: Nicht nur errangen sie dort den Sieg, sondern fanden zugleich auch das vierte und letzte Puzzlestück ihrer Gemeinschaft. 

Denn unter den wachsamen Augen der Jury saß Sarah Mesenbrock. Begeistert von dem Spektakel fasste sie einen kühnen Entschluss: Für Gerbil wollte sie den Bass erlernen. 

Was nun folgte, geschah beinahe in Windeseile. Die fleißige Maus eignete sich die nötigen Fertigkeiten an – und wahrlich, die Musik war ihr keineswegs fremd. Schon zuvor hatte sie Querflöte, Klavier und Gitarre gespielt, ja sogar den Jazzgesang studiert. 

Mit ihrer frühen Begeisterung für Thin Lizzy und so manch anderen Rocklegenden hätte sie kaum besser zu dieser Truppe passen können. 

Und so geschah es schließlich, dass Gerbil vollständig ward – vier Gefährten vereint durch Klang, Lärm und Freundschaft – und seither in alle Welt hinaus trägt, wie die "Power of Friendship" zu wahrhaft mitreißender Mukke führen kann. 

Ivo: Hund/Heulen

 

Doch wäre die Geschichte der Gerbils nicht vollständig, würde man einen ganz besonderen Gefährten unerwähnt lassen. Sein Name ist Ivo. 

Zwar ist Ivo ein Hund – und tritt daher aus naheliegenden Gründen nicht selbst auf der Bühne auf – doch ist er dennoch, oder vielmehr ebenfells (wegen Fell), ein wichtiger Teil der Truppe. 

Häufig findet man ihn im geheimnisvollen Reich im Backstage, wo er sich den wahrlich bedeutenden Aufgaben widmet: dem ausdauernden Faulenzen oder dem kunstvollen Betteln nach Nahrung. 

Doch täusche man sich nicht – auch Ivo ist ein Musiker aus Leidenschaft. Mit großer Hingabe stimmt er in den Gesang ein, sobald Gerbil laut aufgedreht wird oder er stimmt freudig mit jenen im Duett ein, die ihn dazu herausfordern.

Und so wird es sich bald zutragen, dass Ivo selbst einen kleinen musikalischen Beitrag leisten wird: Denn sobald das neue Album der Gerbils das Licht der Welt erblickt, soll er – so die Legende – ein kleines Intro zum Besten geben.